Es ging gar nicht um Kommunikation.
Als ich die Geschäftsführerin kennenlernte, sprach sie über vieles. Nur nicht über Kommunikation.
Sie sprach darüber, dass immer mehr an ihr hängen blieb. Dass Entscheidungen länger dauerten. Und dass sie zunehmend das Gefühl hatte, alles zusammenhalten zu müssen.
Was damals im Alltag passierte
Montagmorgen.
Auf dem Tisch lag noch die Liste von letzter Woche.
Alle waren engagiert. Niemand arbeitete zu wenig.
Und trotzdem blieben Themen liegen.
Entscheidungen wurden vertagt.
Verantwortlichkeiten wanderten immer wieder zurück zur Geschäftsführerin.
Die Stimmung war gut.
Aber Zusammenarbeit kostete immer mehr Kraft.
Damals ahnte niemand, dass es am Ende gar nicht um Kommunikation gehen würde.
Was eigentlich dahintersteckte
Es fehlte nicht an Motivation. Es fehlte auch nicht an Fachwissen. Aber:
- Rollen waren unscharf.
- Entscheidungen blieben hängen.
- Verantwortlichkeiten wanderten zurück.
- Zu viele Themen landeten immer wieder bei denselben Menschen.
Woran wir gearbeitet haben
- Rollen und Verantwortlichkeiten klären
- Zusammenarbeit zwischen den Beteiligten verbessern
- Klarheit in Entscheidungen schaffen
- Erwartungen sichtbar machen
- Regelmäßige Reflexionsschleifen etablieren
Schritt für Schritt. Nicht alles auf einmal.
Was sich verändert hat
Entscheidungen wurden schneller getroffen. Verantwortung war besser verteilt.
Und aus vielen kleinen Reibungsverlusten wurde wieder Energie für Kunden, Projekte und Weiterentwicklung.
Nach einigen Monaten sagte die Geschäftsführerin:
„Ich habe zum ersten Mal seit langer Zeit das Gefühl, nicht mehr alles zusammenhalten zu müssen."
Was die Geschäftsführerin mitgenommen hat
„Ich dachte lange, ich müsste einfach noch mehr leisten. Heute weiß ich: Nicht mehr Einsatz war die Lösung. Sondern mehr Klarheit. Und dass nicht alles an einzelnen Menschen hängen bleiben darf."
Was vielleicht auch für andere Unternehmen interessant ist
Viele Probleme entstehen nicht, weil Menschen zu wenig leisten. Sondern weil die Art, wie zusammengearbeitet wird, irgendwann nicht mehr zu den Anforderungen des Alltags passt.
Was früher funktioniert hat, funktioniert plötzlich nicht mehr.
Und dann helfen noch mehr Einsatz, noch mehr Meetings oder noch mehr Workshops oft nicht weiter.
Was die Geschäftsführerin heute anders machen würde
- „Ich würde nicht versuchen, alles selbst zusammenzuhalten."
- „Ich würde früher über Rollen und Verantwortlichkeiten sprechen."
- „Und ich würde nicht warten, bis die Belastung zu groß wird."