Designsprache Runde 2 · Phase 5 · Richtung B · Blatt 2 von 2
Abschnittserläuterung, Designsystem, Qualitätsprüfung
und Entscheidungsgrundlage A gegen B
Blatt 1 zeigt den Entwurf von Richtung B. Dieses Blatt begründet ihn, prüft ihn nach denselben zwölf Fragen wie Richtung A und stellt am Ende beide Richtungen so gegenüber, dass im Gremium eine Entscheidung getroffen werden kann, ohne dass jemand Designsprache sprechen muss.
Richtung B — „Der Plan“ · Veranstaltung: 14. Oktober 2026 · Haus Matthéy, Theaterstraße 67, Aachen · 8:30 bis 13:00 Uhr
VorbemerkungEine Korrektur in eigener Sache
Auf Blatt 2 der Richtung A steht, warum es nur einen Scribble gibt: das Shooting sei nicht mehr realistisch, Territorium 2 damit entfallen, die Entscheidung eine Entscheidung durch Wegfall. Dieser Schluss war falsch, und zwar an einer Stelle, die zählt.
Was ich verwechselt habe. Territorium 2 war eine mögliche zweite Position, nicht die zweite Position. Dass diese eine Ausarbeitung an einer Produktionsbedingung hängt, bedeutet nur, dass sie ausfällt — nicht, dass es keine zweite Designposition geben kann. Die Aufgabe lautete nie „Territorium 2 ausarbeiten“, sondern „zwei echte Designpositionen zur Entscheidung vorlegen“. Ein weggefallener Fototermin beantwortet die Aufgabe nicht, er verändert nur eine ihrer Randbedingungen.
Der Einwand aus dem Team war berechtigt und hat das Ergebnis verbessert. Richtung B ist deshalb keine Ersatzlösung und keine reduzierte Fassung von irgendetwas. Sie ist von der Kernidee an so gebaut, dass sie ohne eine einzige Fotografie vollständig produzierbar ist — und sie gewinnt daraus ihre eigene Haltung, statt einen Mangel zu verwalten.
Nachtrag: der Header wurde nach dieser Fassung überarbeitet. Der ursprüngliche Header zeigte den vollständigen Zeitplan auf der ersten Bildschirmhöhe. Der Einwand aus dem Team lautete: Ein Zeitplan erinnert an Schule — dafür kommt niemand. Der Einwand trifft zu, und er trifft die teuerste Stelle der Seite. Wer zum ersten Mal auf diese Seite kommt, fragt nicht, wann etwas läuft, sondern warum er einen Vormittag hergeben soll. Ein Uhrzeitraster beantwortet eine Frage, die noch niemand gestellt hat.
Die Korrektur besteht nicht darin, das Raster abzuschaffen, sondern seine Achse zu tauschen. Die Geometrie bleibt vollständig — vier Spalten, vier Farben, alles gleichzeitig sichtbar. Entfallen ist die Zeitspalte. In den Zellen steht jetzt nicht mehr, wann etwas passiert, sondern was man davon hat. Damit bleibt die These der Richtung — Gleichzeitigkeit statt Verlauf — unangetastet, während die erste Bildschirmhöhe die kaufentscheidende Frage beantwortet. Der Zeitplan erscheint weiterhin, aber genau einmal, in Abschnitt 07, wo er keine Schulassoziation mehr auslöst, sondern eine Zusage ist.
Betroffen sind die Abschnitte 02, 05 und 07 sowie die mobile Hero-Ansicht. Sie sind unten bereits in der überarbeiteten Fassung beschrieben und im Scribble umgesetzt.
Was die zweite Position inhaltlich unterscheidet
Zwei Varianten desselben Konzeptes wären wertlos. Deshalb liegt zwischen A und B keine Geschmacksdifferenz, sondern eine These über den Vormittag.
- Richtung A erzählt Veränderung über Zeit. Die Seite beginnt als Frage, kippt an einer Stelle und ist danach eine Aussage. Der Besucher erlebt eine Dramaturgie. Monochrom, ein Akzent, ein Ereignis.
- Richtung B zeigt Gleichzeitigkeit. Vier Perspektiven stehen von der ersten Bildschirmhöhe an nebeneinander und laufen als vier farbige Spuren bis in die Anmeldung. Der Besucher erlebt Übersicht. Polychrom, ein System, kein Ereignis.
- Das ist die Entscheidung. Wollen wir eine Seite, die etwas mit dem Leser macht, oder eine Seite, die ihm sofort alles zeigt? Beides ist verteidigbar. Beides erzeugt eine andere Veranstaltung.
Abschnitt 01 bis 13Erläuterung jedes Abschnitts
Fünf Angaben je Abschnitt: Zweck — welche Aufgabe der Abschnitt hat. Journey — an welcher Stelle im Entscheidungsverlauf er steht. ICP — für wen er zuerst gestaltet ist. Mittel — das gestalterische Mittel. Interaktion — was hier getan werden soll. Die Reihenfolge der dreizehn Abschnitte ist mit Richtung A identisch. Das ist Absicht: nur so vergleicht das Gremium Gestaltung und nicht zwei verschiedene Inhaltskonzepte.
ICP 1 Geschäftsführung und Inhaberschaft · ICP 2 Bereichsverantwortung mit Umsetzungsdruck · ICP 3 Verantwortung für Organisation, Personal oder Digitalisierung
- Zweck
- Orientierung und Zugriff. Drei Sprungziele, ein Handlungsziel. Der Name steht als Aussage, nicht als Frage — der Titelwechsel ist in dieser Richtung ausdrücklich nicht die tragende Mechanik.
- Journey
- Vor dem ersten Eindruck. Signalisiert Überschaubarkeit, bevor der Plan seine Dichte entfaltet.
- ICP
- 12 Wer wenig Zeit hat, will zuerst wissen, wie lang die Seite ist.
- Mittel
- Haarlinie unten, keine Fläche, kein Zustandswechsel beim Scrollen. Der CTA steht als Ziegelfläche und behält diesen Zustand über die gesamte Seite — anders als in A, wo er sich seine Fläche erst verdient.
- Interaktion
- Sprung oder Scrollen. Ankersprünge sind harte Schnitte, kein weiches Scrollen.
- Zweck
- Drei Sekunden. Aussage, Termin, Ort, primäre Handlung — und darunter vier Ergebnisse gleichzeitig, je eines pro Perspektive. Beantwortet die Frage, die auf der ersten Bildschirmhöhe tatsächlich gestellt wird: Warum sollte ich einen Vormittag hergeben? Das ist der sichtbarste Unterschied zu Richtung A, deren erste Bildschirmhöhe eine Frage in 82 px zeigt und sonst nichts.
- Journey
- Erster Kontakt. Die häufigste Situation ist eine Weiterleitung ohne Kontext auf einem Telefon zwischen zwei Terminen.
- ICP
- 12 Die Geschäftsführung verrechnet einen halben Arbeitstag gegen alles andere an diesem Mittwoch. Diese Rechnung geht nur auf, wenn der Ertrag vor dem Aufwand steht — deshalb Ergebnisse oben, Ablauf in Abschnitt 07.
- Mittel
- Aussage über die volle Breite, rechts daneben die Platzzahl als große Ziffer und die primäre Handlung. Eine Haarlinie trennt Behauptung von Beleg. Darunter das Nutzenraster: vier gleich breite Spalten, je ein Farbpunkt, je ein Ergebnis. Die Geometrie des Plans bleibt vollständig erhalten — entfallen ist ausschließlich die Zeitspalte. Keine Uhrzeit im Header.
- Interaktion
- Lesen. Optional Spur-Fokus: eine Spur antippen dimmt die anderen drei. Die Grafik bleibt ohne diese Interaktion vollständig lesbar.
- Zweck
- Die Ausgangslage benennen, in der sich jemand wiedererkennt, ohne sie bisher ausgesprochen zu haben. Kein Alarmismus, keine Zahlenpanik.
- Journey
- Nach der ersten Prüfung, vor der Selbstprüfung. Hier entscheidet sich, ob weitergelesen wird.
- ICP
- 13 Wer die Folgen sieht, bevor die Entscheidung fällt, sucht hier die Bestätigung, dass die Veranstaltung das Problem kennt.
- Mittel
- Ruhige Bahn ohne Farbe. Genau hier — und nur hier — erscheint der Titel einmal in seiner Fragefassung, klein, als Zitat des Zweifels. In Richtung A trägt dieser Wechsel die ganze Seite. Hier ist er eine Randbemerkung. Das ist eine bewusste Unterscheidung und keine Sparversion.
- Interaktion
- Keine. Lesen.
- Zweck
- Die Frage „bin ich gemeint“ beantworten, bevor die Frage „was bekomme ich“ gestellt wird. Drei Profile plus eine klare Abgrenzung, für wen der Vormittag nicht gemacht ist.
- Journey
- Selbstprüfung. Rund 120 Menschen werden persönlich eingeladen; ein erheblicher Teil erreicht die Seite als Weiterleitung ohne Beziehung zum Team. Für diese Gruppe ist es der wichtigste Abschnitt der Seite.
- ICP
- 123 Der einzige Abschnitt, der alle drei gleich stark adressiert — je einen Block pro Profil.
- Mittel
- Drei gleich große Felder, keine Hierarchie zwischen ihnen, darunter eine abgesetzte Zeile zur Abgrenzung. Bewusst ohne Spurfarben, weil die Farben Perspektiven bedeuten und keine Personengruppen.
- Interaktion
- Selbstzuordnung. Keine Klickaufforderung — wer sich erkennt, liest weiter.
- Zweck
- Das Versprechen aus dem Header einlösen, nicht wiederholen. Zu jedem der vier Ergebnisse gehört eine konkrete Entscheidung, die nach dem 14. Oktober anders getroffen wird.
- Journey
- Nutzenprüfung. Die Stelle, an der ein Teilnahmebeitrag innerlich verrechnet wird.
- ICP
- 2 Bereichsverantwortung mit Umsetzungsdruck muss den Vormittag intern begründen können.
- Mittel
- Farbig, und zwar zwingend. Mit dem neuen Header hat sich diese Regel umgekehrt: Weil das Ergebnis oben bereits an eine Perspektive gebunden ist, muss es hier dieselbe Farbe tragen. Die Ziffer jeder Ergebniszeile steht in der Spurfarbe. Das ist der Beleg, dass das Farbsystem über die Seite hinweg trägt — Versprechen oben, Einlösung hier, Person in Abschnitt 08, alles in derselben Farbe. Eine fünfte Farbe gibt es weiterhin nicht.
- Interaktion
- Zweiter CTA-Auftritt. Wer hier überzeugt ist, muss nicht bis Abschnitt 11 scrollen.
- Zweck
- Zeigen, dass vier Beiträge eine gemeinsame Geschichte ergeben und nicht vier lose Programmpunkte sind. Themenfeld und Leitfrage je Perspektive, keine Vortragstitel — die gibt es nicht.
- Journey
- Inhaltliche Tiefenprüfung. Wer bis hierher gelesen hat, will wissen, ob es substanziell ist.
- ICP
- 13 Inhaltliche Qualität ist das Kriterium, an dem die Geschäftsführung eine Empfehlung an andere festmacht.
- Mittel
- Der konstituierende Abschnitt des Farbsystems: hier wird jede Farbe dauerhaft an eine Person und ein Themenfeld gebunden. Ab hier liest der Besucher jede Ziegel-, Ocker-, Petrol- und Nachtblaufläche als diese Perspektive. Die dreistellig abgekürzten Vornamen aus dem mobilen Plan werden hier im vollen Wortlaut aufgelöst.
- Interaktion
- Optional Spur-Fokus. Kein Aufklappen — vier Perspektiven, die man erst öffnen muss, sind keine Übersicht.
- Zweck
- Der einzige Auftritt des Zeitplans auf der gesamten Seite. Beantwortet: was passiert mit meiner Zeit, wie viel muss ich selbst beitragen, wann kann ich gehen.
- Journey
- Aufwandsprüfung. Hier entstehen die stillen Einwände — „muss ich vorbereitet sein“, „muss ich reden“.
- ICP
- 12 Beide kalkulieren einen halben Arbeitstag gegen alles andere an diesem Mittwoch.
- Mittel
- Die Plangrafik in voller Breite, hell auf Plangrund, genau einmal. Zwei kurze Erläuterungsblöcke, einer zum Voting, einer zur Zahl der parallelen Räume. Die beiden Barcamp-Runden stehen als gleichwertige Blöcke im Plan, nicht als Anhang nach den Vorträgen. Dieselbe Grafik, die im Header eine Auskunft auf eine ungestellte Frage wäre, ist hier eine Zusage — der Unterschied ist die Position, nicht die Gestaltung.
- Interaktion
- Lesen, gegebenenfalls Spur-Fokus. Kein Download, kein PDF — der Plan ist die Seite.
- Zweck
- Kompetenz, Persönlichkeit und das gemeinsame Motiv. Für Weiterleitungsempfänger die Vertrauensstelle der ganzen Seite.
- Journey
- Vertrauensprüfung, unmittelbar vor der Anmeldeentscheidung.
- ICP
- 31 Wer das Team nicht kennt, entscheidet hier über Glaubwürdigkeit.
- Mittel
- Vier Farbfelder mit Vornamen statt vier Porträts. Das funktioniert nur, weil dieselbe Farbe im Plan und in Abschnitt 06 bereits zweimal gelesen wurde — die Fläche ist zu diesem Zeitpunkt keine Dekoration mehr, sondern ein bekanntes Zeichen. Falls die Porträts später doch entstehen, treten sie über die Farbfelder und verdrängen sie nicht: Foto oben, Farbfeld als Sockel. Diese Richtung wird durch Fotos besser, sie braucht sie aber nicht. Richtung A braucht sie.
- Interaktion
- Keine. Ein persönlicher Absatz zum gemeinsamen Motiv, der einzige Absatz der Seite, der persönlich sein darf.
- Zweck
- Der Ort als Teil des Erlebnisses, nicht als Anfahrtsblock. Wie fühlt sich der Raum an, wie viele Menschen sind da, ist es förmlich oder offen.
- Journey
- Konkretisierung. Der Moment, in dem eine Veranstaltung von einer Idee zu einem Termin wird.
- ICP
- 12 Der Ort ist ein Qualitätssignal und zugleich eine Logistikfrage.
- Mittel
- Beschreibung in Worten plus eine selbst gezeichnete Ortskarte: die Adresse als Stationspunkt im eigenen Zeichensystem der Seite. Kein Kartendienst-Screenshot, keine Ortsfotografie. Der Punkt ist derselbe 13-px-Kreis wie im Plan — das Zeichen, das sonst eine Station im Ablauf markiert, markiert hier die Station im Stadtraum.
- Interaktion
- Adresse kopieren. Kein eingebetteter Kartendienst, damit keine fremden Skripte auf der Seite liegen.
- Zweck
- Alle harten Angaben an einer Stelle, kopierbar: Datum, Zeit, Ort, Plätze, Teilnahmebeitrag, Sprache, Verpflegung.
- Journey
- Letzte Prüfung vor der Anmeldung — oder erste Anlaufstelle für jemanden, der die Seite intern weiterreicht.
- ICP
- 2 Ein Bereichsleiter überträgt genau diesen Block in eine interne Mail. Deshalb tabellarisch, groß, ohne Symbole.
- Mittel
- Datenraster in Space Grotesk mit tabellarischen Ziffern. Der Teilnahmebeitrag steht als „Platzhalter“, weil er nicht entschieden ist.
- Interaktion
- Markieren und kopieren. Bewusst als Text, nicht als Grafik.
- Zweck
- Der klare nächste Schritt. Nennt, was nach dem Klick passiert — Formular, Bestätigung, Rechnung —, damit niemand aus Unsicherheit abbricht.
- Journey
- Handlung. Direkter Verkaufsstart, keine Vormerkung.
- ICP
- 123
- Mittel
- Vollflächige Ziegelbahn. Keine künstliche Verknappung, kein Countdown, keine Anzeige verbleibender Plätze. Die einzige bewusste Doppelbelegung im System: Ziegel ist Spurfarbe und Handlungsfarbe. Vertretbar, weil der CTA nie neben einer Spur steht und immer als Fläche mit Text auftritt, nie als 6-px-Balken. Falls sich das in der Umsetzung als verwirrend erweist, wandert das CTA-System auf Tiefkohle — die einzige Stelle, an der nachjustiert werden müsste.
- Interaktion
- Klick. Ein Ziel, eine Beschriftung, auf der ganzen Seite dreimal identisch.
- Zweck
- Restzweifel räumen: Stornierung, Verpflegung, Parkplätze, Rechnungsstellung, Barrierefreiheit, Vorbereitung.
- Journey
- Nach dem CTA. Eine FAQ davor sät Zweifel, statt sie zu räumen.
- ICP
- 23 Die Fragen, die eine Assistenz stellt, bevor der Termin eingetragen wird.
- Mittel
- Reine Linienliste, keine Aufklappmechanik, kein Icon. Nur Fragen, keine Antworten — Antworten wären an dieser Stelle erfundene Inhalte. Die Liste zeigt, was beantwortet werden muss; die Antworten schreibt jemand, der sie kennt.
- Interaktion
- Überfliegen. Wer hier eine Frage nicht findet, schreibt eine Mail — die Adresse steht im Footer.
- Zweck
- Pflichtangaben, Kontakt, rechtliche Verweise. Letzte Wiederholung der Kerndaten.
- Journey
- Abschluss oder Wiedereinstieg für jemanden, der ganz nach unten gesprungen ist.
- ICP
- 123
- Mittel
- Tiefkohlebahn, geschlossen durch das 6-px-Band aus allen vier Spurfarben. Das Band ist die kleinste vollständige Fassung des Systems und funktioniert isoliert — auf einem Namensschild, einer Türbeschilderung, einer Foliendecke.
- Interaktion
- Kontaktaufnahme.
DesignsystemWie die Elemente auf der Seite zusammenspielen
Typografie
Zwei Schriften, sechs Rollen, kein Monospace. Der Verzicht auf Monospace ist der schnellste sichtbare Unterschied zu Richtung A, wo die Monospace-Datenzeile das Signaturelement trägt.
| Rolle | Schrift | Einstellung | Wo |
|---|---|---|---|
| Headline | Space Grotesk | 700 · 64 px · 1,00 · −0,025 em | Hero, Anmeldung |
| Abschnitt | Space Grotesk | 500 · 30 px | 03 bis 13 |
| Fließtext | Hanken Grotesk | 400 · 18 px · 1,60 · 60 bis 66 Zeichen | überall |
| Label | Hanken Grotesk | 600 · 12 px · 0,10 em · Versal | Spurköpfe, Abschnittsmarken |
| Zahl | Space Grotesk | 500 · 44 px · tabellarisch | Zeitachse, Datenraster |
| CTA | Hanken Grotesk | 700 · 16 px | Navigation, 05, 11 |
Für die Produktion offen und vor dem Bau zu prüfen: ob beide Schriften tnum zuverlässig unterstützen. Falls nicht, wird die Zeitachse über feste Spaltenbreiten gesetzt. Ohne gleich breite Ziffern zerfällt der Plan optisch — das ist keine Feinheit, sondern die Voraussetzung der ganzen Richtung.
Farbe
Die vier Spurfarben sind nach Unterscheidbarkeit gewählt, nicht nach Harmonie — auch bei Rot-Grün-Schwäche bleiben sie in Helligkeit und Sättigung auseinanderzuhalten. Drei Regeln gelten ohne Ausnahme: Farbe trägt nie allein, Position und Beschriftung tragen immer mit. Text auf Ocker ist Tiefkohle, Text auf Ziegel, Petrol und Nachtblau ist weiß. Es gibt keine fünfte Farbe und keinen Verlauf.
Raster und Abstand
- Bahnen über die volle Breite mit harten Kanten. Kein Übergang, kein Verlauf, keine schräge Fläche. Innenmaß 1100 px, 12 Spalten, 20 px Rinne.
- Abstandsskala 6 / 12 / 20 / 32 / 52 / 84 — bewusst eine andere Skala als in Richtung A, damit die beiden Seiten auch im Rhythmus verschieden atmen.
- Zwei Linienstärken: 1 px Haarlinie #DEDAD1 und 6 px Spur. Radius 0 überall, einzige Ausnahme der Punkt.
- Der Punkt: 13 px, gefüllt, ausschließlich Stationsfunktion. Er ist der einzige Kreis auf der ganzen Seite. Ein Kreis, der keine Station markiert, ist ein Fehler.
Bildwelt ohne Fotografie
Sechs Motive, alle im Layoutprogramm herstellbar, keines davon fotografiert: der Gesamtplan, die Legende der vier Spuren, das Zeitband, das Raumschema der parallelen Sessions, die Adresse als Punkt, und — optional und später — vier Porträts in Schwarzweiß, die beide Richtungen verwenden könnten. Es gibt keine Stimmungsbilder, keine Symbolbilder für Technologie, keine Piktogramme und keine Icons.
Signaturelement
Die Spur: 6 px Farbbalken, 16 px Abstand, Inhalt rechts, Stationen als Punkte. Sie trägt Hero, Programm, Perspektiven, Gastgeberinnen und Footer. Fünf Abschnitte, ein Element — das ist der Grund, warum die Seite trotz sechs Farben und dreizehn Abschnitten nicht in dreizehn Gestaltungen zerfällt.
CTA-System
Ein Zustand: Ziegelfläche, Text weiß, Beschriftung durchgehend identisch, drei Auftritte (Navigation, nach 05, in 11). Anders als in Richtung A verdient sich der CTA seine Fläche nicht, er hat sie von Anfang an. Keine sekundären CTAs, keine Sticky-Leiste auf Mobil, kein Countdown, keine Platzanzeige.
Bewegung
Drei Bewegungen, jede an eine Handlung gebunden, jede umkehrbar. Erstens Spur-Fokus: eine Spur berühren dimmt die anderen drei auf 25 %, 160 ms. Abrissbedingung: der Plan bleibt ohne diese Funktion vollständig lesbar, weil jede Spur beschriftet ist — wenn das nicht mehr gilt, fliegt die Funktion raus. Zweitens Ankersprünge als harter Schnitt, kein weiches Scrollen. Drittens die CTA-Unterlinie, die in 120 ms auf volle Breite wächst. Mehr nicht.
PrüfungDie zwölf Fragen, ehrlich beantwortet
Ist die Idee auch ohne Erklärung visuell erkennbar?Ja
Vier Farben, vier Spalten, vier Ergebnisse. Wer die erste Bildschirmhöhe sieht, weiß, dass vier Perspektiven nebeneinander stehen und was er von jeder mitnimmt. Diese Richtung ist schneller lesbar als A — sie braucht keinen zweiten Scroll, um verstanden zu werden. Seit der Überarbeitung beantwortet sie zusätzlich die richtige Frage: nicht wann etwas läuft, sondern warum es sich lohnt.
Könnte das Ergebnis ebenso für eine Beratungsfirma, ein Magazin oder ein Retreat verwendet werden?Nein
Hier ist B deutlich stärker als A. Die Seite ist um einen konkreten Ablauf herum gebaut, den es nur einmal gibt. Ohne diesen Vormittag bleibt kein Layout übrig, das man weiterverwenden könnte. Eine Beratungsfirma hat keinen Plan von 8:30 bis 13:00, ein Magazin hat keine vier parallelen Spuren. Das ist der Vorteil eines Systems, das aus dem Inhalt kommt.
Wirkt es wie eine große, professionell geführte Veranstaltung?Anders als A
A behauptet Größe über Maßstab und Leere. B behauptet sie über Durchorganisation: jemand hat den Vormittag zu Ende gedacht, bevor eingeladen wurde. Das ist bei einer Halbtagsveranstaltung mit 60 Plätzen die glaubwürdigere Behauptung — Souveränität durch Vorbereitung statt durch Format. Was B fehlt, ist der Anschein von Bedeutung. Was B hat, ist der Beweis von Sorgfalt.
Besitzt es genug Energie, um Lust auf Teilnahme zu machen?Ja
Das ist die klare Stärke gegenüber A, wo dieser Punkt mit „knapp“ bewertet werden musste. Ein sichtbar dichter Vormittag mit vier Spuren und zwei Session-Runden erzeugt Vorfreude, weil man sich beim Lesen bereits im Ablauf verortet: hier gehe ich hin, hier rede ich mit. Farbe hilft dabei, ist aber nicht die Quelle der Energie — die Quelle ist die Dichte des Plans.
Ist die Energie gestaltet oder nur durch mehr Elemente erzeugt?Gestaltet, mit einer Grenze
Die Mittel sind gezählt: Bahn, Spur, Punkt, Zeitachse, vier Farben. Nichts davon ist Dekoration. Die Grenze liegt woanders: sechs Farben sind objektiv mehr Reiz als vier, und wer beim Bauen nachlässig wird, landet schnell bei bunt statt farbig. Die Disziplin dieser Richtung liegt nicht im Entwurf, sondern in der Umsetzung. Bei A ist es umgekehrt — dort ist der Entwurf das Risiko und die Umsetzung einfach.
Ist mindestens ein starkes wiedererkennbares Markenelement vorhanden?Ja
Zwei: das vierfarbige 6-px-Band und der 13-px-Punkt. Beide funktionieren isoliert und in klein — auf einem Namensschild, einer Türbeschilderung, im Mailfuß, auf dem Sessionplan an der Wand. Das Band ist zudem das erste Element beider Richtungen, das ohne Schrift funktioniert.
Sind beide Richtungen wirklich unterschiedlich?Ja
Diese Frage musste bei Richtung A als „nicht prüfbar“ stehen bleiben, weil es keine zweite Seite gab. Jetzt ist sie beantwortbar. Unterschiedlich sind: die These (Veränderung über Zeit gegen Gleichzeitigkeit), die Farbe (monochrom mit einem Akzentereignis gegen polychrom mit einem Bedeutungssystem), die Schrift (drei Schriften mit Monospace gegen zwei ohne), die Abstandsskala, das Signaturelement (Datenzeile gegen Spur), das CTA-Verhalten (zwei Zustände gegen einen), die erste Bildschirmhöhe (eine Frage gegen vier gleichzeitige Ergebnisse) und die Produktionsvoraussetzung (sechs Aufnahmen gegen keine). Das sind zwei Positionen, keine zwei Varianten.
Wurde irgendwo ungefragt gegendert?Nein
Keine Sternchen, keine Doppelpunkte, keine Binnenformen. Verwendet werden Teilnehmende, Menschen mit Führungsverantwortung, Geschäftsführung, Unternehmer und Führungskräfte. „Gastgeberinnen“ ist keine Genderform, sondern zutreffend.
Wurden Inhalte, Zahlen oder Programmdetails erfunden?Eine Stelle, markiert
Echte Angaben sind ausschließlich: 14. Oktober 2026, 8:30 bis 13:00 Uhr, Haus Matthéy, Theaterstraße 67 Aachen, 60 Plätze, die vier Vornamen, der Titel und das bestätigte Ablaufkonstrukt aus vier Impulsen, Diskussion, Pause mit Voting, zwei Session-Runden und Come-together. Die Zwischenzeiten im Plan — 9:00, 10:15, 11:00, 11:45, 12:30 — sind Rasterpunkte des Schemas und keine bestätigte Ablaufplanung. Das steht als Hinweis direkt an der Grafik und muss vor jeder Veröffentlichung bestätigt oder entfernt werden. Diese Richtung zwingt zu dieser Genauigkeit, weil sie den Ablauf zeigt statt ihn zu beschreiben. Das ist ihr Preis und zugleich ihr Wert.
Gibt es dekorative Elemente ohne Funktion?Nein
Jede Farbe bedeutet eine Perspektive, jeder Punkt eine Station, jede Bahn einen Abschnittswechsel, jede Linienstärke eine Ebene. Der schärfste Test ist Abschnitt 04: dort wäre Farbe naheliegend, wird aber weggelassen, weil die Farben Perspektiven bedeuten und keine Personengruppen. Umgekehrt trägt Abschnitt 05 seit der Überarbeitung Farbe, weil das Ergebnis dort an eine Perspektive gebunden ist. Die Regel ist in beiden Fällen dieselbe.
Könnte ein menschlicher Designer das Konzept nachvollziehbar weiterentwickeln?Ja
Die Regeln sind endlich: zwei Schriften, sechs Rollen, sechs Farben mit Anteilen und Zuordnung, eine Abstandsskala, zwei Linienstärken, ein Signaturelement, ein Punkt, ein CTA-Zustand, drei Bewegungen mit Abrissbedingung. Daraus lassen sich Einladung, Namensschilder, Sessionplan, Türbeschilderung und Folien ableiten, ohne zu raten. Der Sessionplan an der Wand entsteht in dieser Richtung praktisch von selbst — er ist dasselbe Element in groß.
Ist erkennbar, warum genau diese Gestaltung zu „KI. Echt jetzt.“ gehört?Teilweise
Hier ist B schwächer als A, und das gehört gesagt. In A macht der Name dieselbe Bewegung wie die Gestaltung — Frage wird Aussage, Zweifel wird Klarheit. Diese seltene Deckung hat B nicht. B verbindet sich mit dem Namen über das „echt jetzt“: es wird tatsächlich gearbeitet, hier ist der Beweis, Minute für Minute. Das ist eine gute Begründung, aber eine argumentierte, keine visuell zwingende.
SelbstkritikWas ich an Richtung B für stark und für schwach halte
Stärkster Aspekt
Die Seite behauptet ihre Qualität nicht, sie zeigt sie. Ein vollständiger, maßstabsgetreuer Plan auf der ersten Bildschirmhöhe ist ein Beweis von Vorbereitung, den kein Text erbringen kann. Für eine Zielgruppe, die täglich Versprechen liest und selten Belege sieht, ist das ein unfair starkes Argument. Dass daraus zugleich das Markenelement entsteht — Spur, Punkt, Band —, ist der eigentliche Fund dieser Richtung.
Schwächster Aspekt
Die Bindung an den Namen. Richtung A hat eine Mechanik, die aus dem Titel folgt. Richtung B hat ein System, das aus dem Programm folgt. Das ist gestalterisch sauber, aber markenseitig schwächer: Wenn der Titel später auf Plakat, Einladung oder LinkedIn allein steht, trägt A ihn mit und B nicht. Wenn wir uns für B entscheiden, muss der Titel typografisch eine eigene, feste Fassung bekommen, die unabhängig vom Plan funktioniert. Das ist Arbeit, die in A schon erledigt ist.
Größte offene Frage
Ob Farbe allein Vertrauen tragen kann. Abschnitt 08 setzt vier Farbflächen an die Stelle, an der auf fast jeder Konferenzseite Gesichter stehen. Auf dem Telefon ist das die stärkste Ansicht der ganzen Richtung — vier gleich große Flächen, kein Bildrauschen, sofort erfassbar. Es ist zugleich die Stelle, an der ein Weiterleitungsempfänger ohne Beziehung zum Team möglicherweise nichts findet, woran er glauben kann. Diese Frage lässt sich nicht am Entwurf klären, sondern nur am fertigen Text der vier Kurzprofile. Sie ist die Gegenfrage zu A, wo dieselbe Stelle ohne Fotos gar nicht funktioniert.
Wo das Ergebnis noch „zu Claude“ wirkt
Erstens: die Konsequenz ist stellenweise zu vollständig. Ein System, in dem jede Farbe genau eine Bedeutung hat, jede Ausnahme begründet ist und jede Bewegung eine Abrissbedingung mitbringt, ist beeindruckend geschlossen und ein bisschen unmenschlich. Gute Seiten haben eine Stelle, an der jemand sichtbar eine Entscheidung aus Geschmack getroffen hat. Diese Stelle fehlt hier. Zweitens: Abschnitt 10 ist wie in Richtung A generisch strukturiert — ein Faktenblock. Abschnitt 05 war es bis zur Überarbeitung ebenfalls; dass die Korrektur des Headers ihn mit erledigt hat, ist kein Verdienst der Planung, sondern ein Glücksfall. Vier gleich große Spalten im neuen Nutzenraster sind ihrerseits eine sehr naheliegende Form — sie trägt nur, solange die Farbcodierung über die ganze Seite wirklich durchgehalten wird. Drittens: die Ortskarte in Abschnitt 09 ist elegant, aber sie löst ein Problem, das durch die Systemtreue erst entsteht. Ein Foto des Eingangs wäre schlichtweg nützlicher.
EntscheidungsgrundlageRichtung A gegen Richtung B
Beide Richtungen erfüllen dieselbe Informationsarchitektur in derselben Reihenfolge. Es gibt keine inhaltliche Wahl zwischen ihnen. Es gibt eine gestalterische, und sie hat Folgen für Produktion, Marketing und Website, die vor der Abstimmung bekannt sein sollten.
| Richtung A — Ein Raster, das genau einmal kippt | Richtung B — Der Plan | |
|---|---|---|
| These | Veränderung über Zeit. Die Seite kippt einmal. | Gleichzeitigkeit. Der ganze Vormittag ist sofort sichtbar. |
| Erster Eindruck | Eine Frage in 82 px, sonst nichts. | Eine Aussage, darunter vier Ergebnisse gleichzeitig. |
| Farbe | Monochrom, ein Akzent bei 3 %, ein Ereignis. | Polychrom, vier Bedeutungsfarben, ein System. |
| Schrift | Drei Schriften, Monospace tragend. | Zwei Schriften, kein Monospace. |
| Signatur | Die Zeile mit der Zeitspalte. | Die Spur mit dem Punkt, das vierfarbige Band. |
| Fotografie | Sechs Aufnahmen zwingend. Ohne sie fehlt der Seite die Wärme, die sie selbst nicht erzeugt. | Keine. Fotos machen die Richtung besser, sind aber nicht Voraussetzung. |
| Stärke | Name und Gestaltung machen dieselbe Bewegung. Selten und schwer zu kopieren. | Beweist Vorbereitung, statt sie zu behaupten. Erzeugt Vorfreude. |
| Schwäche | Wenig Wärme, wenig Vorfreude. Wirkt distanziert. | Trägt den Titel nicht mit. Braucht eine eigene Titelfassung. |
| Bruchstelle | Fallen die Aufnahmen aus, bleibt Platzhaltergrau. | Vier Ergebnissätze müssen sitzen. Liegen zwei Perspektiven inhaltlich nah beieinander, deckt das Raster es sofort auf. |
| Risiko im Bau | Der Entwurf ist das Risiko, die Umsetzung ist einfach. | Der Entwurf ist sicher, die Umsetzung braucht Disziplin. |
Die drei Fragen, an denen die Entscheidung wirklich hängt
Das ist die härteste Frage und sie ist keine Designfrage. Richtung B zeigt Zeiten, Parallelität und Session-Runden als Grafik. Ändert sich danach etwas — eine Zeit, eine Runde, die Zahl der Räume —, muss die Hauptgrafik neu gebaut werden. In Richtung A wäre dieselbe Änderung eine Textkorrektur in zwei Zeilen. Offen sind heute: die Zahl der parallelen Sessions und die Zwischenzeiten. Wer B will, muss den Ablauf früher einfrieren als bisher geplant.
Vier Farben behaupten vier klar unterscheidbare Perspektiven. Wenn sich beim Ausarbeiten zeigt, dass zwei davon nah beieinanderliegen, deckt das Farbsystem es gnadenlos auf — zwei Spuren, die dasselbe sagen, sieht jeder. Richtung A verzeiht diese Nähe, weil sie die vier Beiträge als Reihe zeigt und nicht als System. Solange Petras Themenfeld nicht steht, ist diese Frage in beiden Richtungen offen, aber nur in B ist sie sichtbar.
Rund 120 persönliche Einladungen, 60 Plätze — ein erheblicher Teil der Besucher kommt über eine Weiterleitung. Richtung A gibt dieser Person Respekt und wenig Nähe; ohne Porträts gibt sie ihr fast nichts. Richtung B gibt ihr sofortige Übersicht und die Sicherheit, dass der Vormittag durchdacht ist — aber kein Gesicht. Die ehrliche Antwort ist, dass beide Richtungen an dieser Stelle Text brauchen, den es noch nicht gibt. Der Unterschied: B funktioniert im Zweifel auch ohne Bildproduktion, A nicht.
Folgen für Marketing, Website und Produktion
| Bereich | Wenn A gewinnt | Wenn B gewinnt |
|---|---|---|
| Produktion | Ein Fototermin muss gefunden werden: vier Porträts, ein leerer Saal, ein Eingang. Vier Kalender, eine Stunde, ein Stativ. Ohne diesen Termin ist die Richtung nicht fertig. | Kein Fototermin. Alle Motive entstehen im Layout. Dafür ein früherer Redaktionsschluss für den Ablauf. |
| Website | Einfacher Bau. Wenig Zustände, wenig Logik, robust auf allen Geräten. | Der Plan muss auf Mobil vollständig bleiben. Das ist die einzige echte technische Aufgabe der Richtung — und ihr Prüfstein. |
| LinkedIn und Newsletter | Der Titelwechsel ist das Format: Frage im ersten Post, Aussage im letzten. Eine fertige Kampagnenmechanik. | Der Plan ist das Format: Ausschnitte des Ablaufs als Bildserie, eine Spur pro Beitrag. Ebenfalls eine Mechanik, aber eine andere — und sie funktioniert erst, wenn der Ablauf steht. |
| Vor Ort | Beschilderung aus Datenzeilen. Sauber, unauffällig. | Der Sessionplan an der Wand ist dasselbe Element in groß. Die Veranstaltung sieht aus wie ihre Website, ohne dass etwas dafür neu gestaltet werden müsste. |
| Nach 2026 | Die Mechanik ist an den Titel gebunden und hält, solange der Titel hält. | Das System ist an das Format gebunden und wächst mit: mehr Perspektiven, mehr Spuren, gleiche Sprache. |
Meine Empfehlung
Richtung B, mit einer Auflage. Sie ist die mutigere und zugleich die belastbarere Wahl. Sie beweist, was A behauptet. Sie erzeugt Vorfreude, wo A Respekt erzeugt. Sie ist ohne Fototermin im Juli für eine Veranstaltung im Oktober vollständig produzierbar — das ist kein Nebenaspekt, sondern ein handfestes Argument. Und sie liefert nebenbei die gesamte Ausstattung vor Ort mit, weil der Sessionplan an der Wand dasselbe Element in groß ist.
Die Auflage: Der Titel braucht in dieser Richtung eine eigene, feste typografische Fassung, die unabhängig vom Plan funktioniert — auf Plakat, Einladung und in sozialen Netzwerken. Das ist die einzige Stelle, an der A ohne Zusatzarbeit besser dasteht, und sie muss geschlossen werden, bevor gebaut wird.
Wenn das Gremium anders entscheidet: A ist keine schlechtere Wahl, sondern eine Wahl für eine andere Veranstaltung — stiller, distanzierter, dramaturgisch geführt. Wer A will, muss den Fototermin heute terminieren und nicht diskutieren.
Nächste SchritteWas jetzt ansteht
- Entscheidung im Gremium. Beide Blätter je Richtung liegen vor. Die Entscheidung ist gestalterisch, nicht inhaltlich — die Abschnittsreihenfolge ist in beiden identisch.
- Ablauf einfrieren, falls B. Zwischenzeiten bestätigen oder aus der Grafik entfernen. Zahl der parallelen Räume nach dem Anmeldestand festlegen.
- Fototermin ansetzen, falls A. Vier Porträts, ein Saal, ein Eingang. Eine Stunde, kein Produktionstag.
- Petras Themenfeld. Blockiert Abschnitt 06 in beiden Richtungen — und in B zusätzlich die vierte Farbe.
- Teilnahmebeitrag nach dem 29.07. Erst danach steht eine Zahl auf der Seite.
- Titelfassung, falls B. Eine eigenständige typografische Setzung von „KI. Echt jetzt.“ ohne Plan.
- Danach erst Text. Aus den Funktionsbeschreibungen werden echte Formulierungen. Nicht vorher.